Hintergrund zu unserem Nachhaltigkeitskonzept Sir Mittens

Triggerwarnung ;-)

In diesem Blogbeitrag gehen wir genauer auf die Hintergründe ein, warum wir uns für ein Nachhaltigkeitskonzept entschieden haben. Was in diesem Blogbeitrag steht, ist erstmal nicht schön, aber leider wahr. Ich hätte hier auch lieber lustigen Cat Content stehen. Aber bevor du genervt wegklickst: Es lohnt sich. Denn weiter unten steht, was wir besser machen können.

Wir finden es wichtig, dass wir, wenn auch leider viel zu spät, anfangen, über die Klimakrise in den Dialog zu kommen und Lösungen, die es sehr wohl gibt, umzusetzen – weg vom "das geht nicht" hin zum "das geht". Warum wir davor nicht einfach unsere Augen verschließen können, das soll dieser Blogbeitrag in voller Länge darlegen.

Der Blogbeitrag basiert zu großen Teilen auf A Life on our Planet von David Attenborough. Uns hat seit Langem nichts so sehr beeindruckt wie diese eine Stunde und 23 Minuten. So klug, so pointiert, so Augen öffnend. Das sollte absolute Pflichtlektüre für Jung und Alt sein. Du kannst also alternativ auch einfach Netflix anschmeißen. Ist bunter. Verbraucht aber auch mehr CO2. ;-)

Die Hauptsache ist, du bist offen für das Thema. Danke dafür!

Das Ausmaẞ der globalen Klimakrise

In der Zivilgesellschaft spricht sich mehr und mehr herum, dass die Klimakrise eine reale Bedrohung unseres Fortbestehens ist. Ein Hauptproblem, auch das ist inzwischen hinreichend bekannt, ist der rasant steigende Anteil an CO2 in unserer Atmosphäre.

Zu viel Kohlendioxid und andere Treibhausgase waren jedes Mal ein Merkmal aller fünf bisherigen Massensterben. Was "damals" durch vulkanische Aktivität bis zu einer Million Jahre gedauert hat, haben wir durch das Verbrennen lebender Organismen (in Form von Kohle und Öl) in gerade einmal 200 Jahren geschafft. Das muss man sich mal vorstellen.

Bis in die 1990iger Jahre war die weltweite Lufttemperatur noch relativ stabil. Mittlerweile glaubt die Wissenschaft, dass dies nur deshalb der Fall war, weil das Meer viel von der überschüssigen Hitze absorbierte – bis schließlich die Kapazitätsobergrenze erreicht war.

Ab dann geriet das Gleichgewicht aus den Fugen und die Durchschnittstemperatur stieg – inzwischen um gut ein Grad in den vergangenen 90 Jahren. Das ist sehr viel und vergleichbar mit Fieber. Bei Fieber entscheidet auch jedes Grad zwischen Leben und Tod.

Beispiel: Unsere Wälder

Regenwälder sind das Paradebeispiel für unsere Zerstörungswut. Wir setzen aber nicht nur tropischen Wäldern zu. Auch unsere heimischen Wälder sind in einem miserablen Zustand. "Gerade mal jeder fünfte Baum in Deutschland sei noch komplett gesund. Die grüne Lunge stehe vor dem Kollaps, titelt etwa eine tagesschau-Schlagzeile vom 21.03.2021 – am Tag des Baumes.

Dürren, Stürme und Schädlinge setzen den Bäumen zu. Ist die Substanz eines gesunden Waldes erstmal angegriffen, werden die Bäume reihenweise schwächer – eine Kettenreaktion. Die Hilfsgelder vom Bund für Waldbesitzer*innen und Forstwirte sind ein Tropfen auf den heißen Stein. Wir tun viel zu wenig, um sie nachhaltig zu stärken.

Wir haben in den vergangenen Jahrzehnten bereits rund 50 Prozent dieser „grünen Lungen“ direkt oder indirekt zerstört. Das sind drei Billionen Bäume. Der Grund: Es lohnte sich in scheinbar doppelter Hinsicht. Wir konnten das Holz nutzen und das freigewordene Land mit Monokulturen (z. B. Ölpalmen) übersäen, die uns noch mehr Profit brachten.

Liste einer verbockten Bilanz

  • Die Sommereismenge in der Arktis hat sich in den vergangenen 40 Jahren um 40 Prozent reduziert.
  • 30 Prozent der Fischbestände sind dermaßen überfischt, dass die Zahlen kritisch sind. 
  • Wir fällen jedes Jahr über 15 Milliarden (!) Bäume. 
  • Süßwasserpopulationen haben wir durch Verschmutzung, Stauen und Überextraktion von Flüssen und Seen um 80 Prozent reduziert.
  • Die Hälfte des fruchtbaren Landes ist jetzt Ackerland.
  • 70 Prozent der Vögel auf der Erde ist Nutzgeflügel – hauptsächlich Hühner.
  • Wir machen über ein Drittel des Gewichts der Säugetiere auf der Erde aus. Weitere 60 Prozent machen die Tiere aus, die wir zum Essen aufziehen. Für alle anderen, die Wildtierpopulationen, bleiben nur vier Prozent. Mehr ist's nicht mehr. Oder wo siehst du noch Insekten? Am Frontkühler meines imaginären BMW Z3 sind jedenfalls keine. Da war vor 20 Jahren nach 200 imaginären Kilometern definitiv mehr los.
David Attenborough, der renommierte Naturfilmer, der sich mit seinen 93 Jahren für A Life on our Planet, sein Witness Statement and Vision for the Future, noch einmal vor die Kamera gesetzt hat, zieht diese ernüchternde Bilanz (exklusive die Z3-Geschichte, Anm. der Red.).

"Katastrophe" ist angesichts dieser Zahlen das absolut richtige Wort. Das geht an alle da draußen, die meinen, dass Fridays-for-Future-Aktivist*innen übertreiben. Nö, tun sie nicht. Und angesichts der Apathie der Weltgemeinschaft war I want you to panic auch eine absolut nachvollziehbare Forderung. Es ist so evident und doch geben wir unser Bestes, die Katastrophe kleinzureden oder gar zu ignorieren.

Attenboroughs Fazit unserer bisherigen "Leistungen" lautet:
The world is not as wild as it was. We destroyed it, not just ruined it, we have completely destroyed that non-human world. The human beings have overrun the world.

7 Kipppunkte: tickende Zeitbomben

Wir sind den sechs sogenannten Kipppunkten bereits so nahe, dass es vom heutigen Zeitpunkt aus kaum noch möglich ist, die Entwicklungen aufzuhalten und eine Klimakettenreaktion zu verhindern. Diese selbstverstärkenden Kettenreaktionen würden den Klimawandel weiter beschleunigen und die Folgen für uns und unsere Umwelt wären irreversibel.

In den Köpfen der Wirtschaft (und der Politik) dagegen ist diese Bedrohung immer noch nicht real genug, obwohl wir ziemlich unmittelbar vor einem Abgrund stehen und erste Auswirkungen mit dem sichtbaren Auge erfassbar geworden sind. Unternehmen entdecken Nachhaltigkeit vielleicht als kluge PR-Masche und betreiben Greenwashing oder – noch schlimmer – sie kümmern sich gar nicht um Nachhaltigkeit und Klimaneutralität.

Was passiert, wenn wir einfach nichts tun?

Wenn wir nicht handeln, weil sich niemand verantwortlich fühlt, dann passiert in den kommenden 100 Jahren laut Prognosen Folgendes:

2030er: Der Amazonas-Regenwald kippt.

Wenn der Amazonas weiter abgeholzt wird, kann er laut Prognosen bereits in den 2030er Jahren nicht mehr genug Feuchtigkeit produzieren und verkommt zur Trockensavanne. Die Folge wären ein katastrophaler Artenverlust und eine verhängnisvolle Veränderung im globalen Wasserkreislauf.

2030er: Die Arktis wird im Sommer eisfrei.

Etwa zur selben Zeit wird die Arktis im Sommer eisfrei sein. Ohne die weißen Oberflächen wird weniger Sonnenenergie zurück in den Weltraum reflektiert. Die Folge wäre ein Anstieg der Geschwindigkeit der globalen Erwärmung.

2040er: Permafrostböden tauen auf.

Die Permafrostböden im Norden, zum Beispiel in Sibirien, haben gigantische Mengen Methan gespeichert. Steigt die Temperatur, tauen sie in den 2040er Jahren endgültig auf und setzen das ganze Methan frei. An dieser Stelle sei angemerkt, dass das Treibhausgas Methan um ein Vielfaches gefährlicher ist für unsere Erdatmosphäre als CO2. Auch hier wäre die Folge: Der Klimawandel wird noch mehr beschleunigt.

2050er: Die Ozeane gehen zugrunde.

Wenn wir weiter nicht oder nur halbherzig handeln, werden in den 2050er Jahren alle Korallenriffe der Vergangenheit angehören und Fischbestände kollabieren.

2080er: Die Nahrungsmittelproduktion gerät in eine Krise.

Die Böden werden in den 2080ern durch Übernutzung erschöpft sein und die globale Nahrungsmittelproduktion gerät in eine Krise. "Fun" Fact: Die meisten Kriege entstanden aufgrund von Ressourcenknappheit. Bestäubende Insekten verschwinden vollends und das Wetter wird unberechenbarer.

2100er: Teile unserer Erde werden unbewohnbar.

Steigt die globale Durchschnittstemperatur bis in die 2100er um vier Grad Celsius, dann werden große Teile der Erde unbewohnbar sein. Ab diesem Zeitpunkt könnte das sechste Massensterben beginnen. Die Stabilität unseres Zeitalters wäre endgültig verloren.

Right now, we're facing a manmade disaster of global scale. Our greatest threat in thousands of years. If we don't take action, the collapse of our civilizations and the extinction of much of the natural world is on the horizon. The longer we leave it, the more difficult it'll be to do something about it.

~ Davd Attenborough

So weit, so düster. Ob die Kipppunkte tatsächlich eintreten würden, steht nicht mit absoluter Sicherheit fest. Es sind nur Prognosen, die sich ändern können. Aber allein die Möglichkeit und die damit einhergehende unkontrollierbare Katastrophe für unseren Planeten sollte Grund genug sein, dass es soweit niemals kommen darf.

Das falsche Ziel: Profitmaximierung

Unserer Meinung nach ist es soweit gekommen, weil wir beim Wirtschaften nicht nachhaltig gedacht haben. Stattdessen ging und geht es um Profitmaximierung um jeden Preis. Dass wir nur kurzfristig denken und nicht einpreisen, was wir uns von der Natur nehmen, ist ein fataler Fehler der vergangenen Jahrzehnte gewesen.

Wir müssen alles dafür tun, unsere Natur und das ökologische Gleichgewicht wiederherzustellen, damit wir langfristig von ihr profitieren können. Wir haben vom Hier und Jetzt gar nichts, wenn die Zukunft unserer Nachfolgegenerationen nicht mehr lebenswert ist.

Wir halten es für grob fahrlässig, wenn jede*r Einzelne, aber vor allem Entscheidungsträger*innen sich dazu entschließen, die Klimakrise zu ignorieren oder kleinzureden. Wer es nicht einmal versucht, einen Beitrag zu leisten, macht sich in unseren Augen mitschuldig.

So. Jetzt ist es gesagt. Das war nun der hart aber faire Höhepunkt. Jetzt wird's schöner.

Was also kann die Menschheit tun?

It's quite straightforward. It's been staring us in the face all along. To restore stabiity to our planet, we must restore its biodiversity. The very thing that we've removed. It's the only way out of this crisis we have created. We must rewild the world.

~ David Attenborough

1. Anerkennen, dass wir ein Problem haben ... und dann anfangen, ernsthaft zu handeln.

Der erste Schritt ist, ohne irgendwelche Schuldzuweisungen anzuerkennen, dass unser Leben Ressourcen kostet und bis dato fast gezwungenermaßen Emissionen verursacht. Die entscheidende Frage für uns ist, wie jede*r Einzelne damit umgeht. Übernehmen wir Verantwortung und versuchen, Emissionen zu kompensieren oder besser noch, gar nicht erst entstehen zu lassen, oder ignorieren wir diese Tatsache und erzeugen wider besseren Wissens weiterhin vermeidbare Emissionen?

2. Bevölkerungswachstum stoppen

Normalerweise haben Populationen aufgrund begrenzter verfügbarer Ressourcen einen natürlichen Deckel. Uns schränkte aber nichts ein und so wuchs unsere Bevölkerung in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch. Bis 2100 könnte es 11 Milliarden Menschen geben.

Wir müssen das Bevölkerungswachstum verlangsamen oder ganz aufhalten, bevor wir 11 Milliarden sind.

Positivbeispiel: Japan hat gezeigt, dass Geburtenraten dann sinken, wenn sich Bildung und Gesundheit verbesserten, weil die Menschen mehr Erwartungen an ihr Leben und Möglichkeiten in ihrem Leben hatten. Die Anzahl der Kinder sank von drei bis vier in den 1950er Jahren auf durchschnittlich zwei Kinder im Jahre 1975. Die Bevölkerung stabilisierte sich.

Diese Stabilisierung ist in vielen Ländern dieser Erde bereits zu beobachten. Dass wir trotzdem mehr werden, liegt vor allem an höheren Lebenserwartungen.

Wir werden also bald zum allerersten Mal einen Bevölkerungsmaximalpunkt erreichen und je eher das passiert, desto besser. Die Herausforderung liegt darin, die Lebensstandards zu steigern, ohne unsere Umwelt weiter zu belasten. Unmöglich ist das nicht, wie die folgenden Punkte zeigen.

3. Erneuerbare Energien nutzen

Unsere Welt lebt von der Sonne. Pflanzen fangen jeden Tag drei Billionen Kilowattstunden Sonnenenergie ein – etwa 20 Mal so viel Energie, wie wir brauchen. Und das ist nur das Sonnenlicht. Wenn wir uns endlich von fossilen Brennstoffen verabschieden würden, könnten wir unsere Welt komplett mit Naturenergie versorgen. Die Energie ist in Form von Sonnenlicht, Wind, Wasser und Erdwärme da, wir müssen es "nur" bewerkstelligen, sie effizient zu nutzen.

Marokko ist ein Positivbeispiel. Früher war das Land auf importiertes Öl und Gas angewiesen. Heute erzeugt es 40 Prozent seines Bedarfs selbst mit einem Netzwerk erneuerbarer Kraftwerke, einschließlich der weltgrößten Solarfarm. Durch seine geografische Lage könnte das Land um 2050 sogar ein Exporteur von Solarenergie sein.

In 20 Jahren werden erneuerbare Energien die Hauptenergiequellen der Welt sein. Noch besser (und möglich) ist es, sie zur einzigen Energiequelle zu machen. Energie würde erschwinglicher werden und Städte sauberer und leiser.

4. Ozeane aufatmen lassen

Das Meer ist eine wichtige Nahrungsquelle und eine riesige Wildnis. Je gesünder der marine Lebensraum ist, desto mehr Fische gibt es. Es wäre eine Win-Win-Situation.

Positivbeispiel gefällig? Der pazifische Inselstaat Palau. Sie brauchen ihre Korallenriffe für den Fischfang und für den Tourismus. Als die Palauer beobachteten, dass sich die Fischbestände verringerten, schränkten sie die Fischerei ein. In vielen Gebieten war das Fischen komplett verboten. Geschützte Fischbestände erholten sich so stark, dass sie in die Gebiete übergingen, wo Fischen erlaubt war.

Durch das Fischfangverbot in bestimmten Arealen profitierten also die Fischer*innen. Und die Korallenriffe erholten sich auch. Das ist ein tolles Argument gegen unsere Allergie gegen Verbote. Verbote müssen nichts Schlechtes sein, das man uns aus reiner Boshaftigkeit antut. Sie helfen uns!

Fischfangfreie Zonen in einem Drittel der Küstengewässer würden bereits reichen, um unseren kompletten Bedarf nachhaltig abzudecken. In internationalen Gewässern versucht die UNO bereits, die größte aller fischfangfreien Zonen zu etablieren.

5. Agrarflächen reduzieren und Ernährung umstellen

Wir müssen Agrarflächen radikal reduzieren, um Platz für Wildnis zu machen. In unseren Augen ist das der schwierigste, aber gleichzeitig wichtigste Punkt. Aber auch der kann funktionieren – und zwar, indem wir unsere Ernährung ändern.

Hoher Fleischkonsum bedeutet einen hohen Bedarf an Fläche. Zum Vergleich: Auf einen Fleischfresser kommen in der Serengeti etwa 100 Beutetiere. Deshalb sind große Fleischfresser auf der Erde auch ziemlich selten: Die Erde kann sie sich schlichtweg nicht leisten.

Mit vegetarischer Ernährung bräuchten wir nur etwa die Hälfte des Landes, das wir gerade nutzen. So könnten wir den Ertrag dieses Landes erheblich steigern.

Positivbeispiel Niederlande: Es ist eines der am dichtesten besiedelten Länder und es gibt viele familiengeführte Bauernhöfe ohne weitere verfügbare Fläche.

Sie holen deshalb das Maximum aus jedem Hektar heraus – und zwar zunehmend nachhaltig. In zwei Generationen haben sie ihren Ertrag verzehnfacht, während sie gleichzeitig weniger Wasser verbrauchen, weniger Pestizide und Dünger verwenden und weniger CO2 ausstoßen. Trotz der geringen Landfläche sind die Niederlande so zum zweitgrößten Exporteur von Nahrungsmitteln geworden.

Mit technisch einfachen und komplexeren Lösungen können wir locker mehr Nahrungsmittel auf viel weniger Land produzieren – vertikal, drinnen, in Städten, sogar im Meer.

6. Abholzung stoppen, Wälder aufforsten und stärken

Die Waldrodung muss umgehend aufhören. Pflanzen wie Ölpalmen und Soja sollten nur dort gepflanzt werden, wo vor langer Zeit gerodet wurde. Davon gibt's ja genug.

Eine vergleichsweise schnell umsetzbare und effektive Maßnahme ist biodiverse Wiederaufforstung. In einem kleinen Fleck tropischen Regenwald können bis zu 700 verschiedene Baumarten existieren – so viele, wie in ganz Nordamerika insgesamt existieren. Hinzu kommen Millionen von Tierarten, die alle eine wichtige Rolle im „Circle of Life“ spielen. Je wilder und biodiverser Wälder sind, desto stärker sind sie und desto effektiver absorbieren sie Kohlenstoff aus der Atmosphäre.

Positivbeispiel Costa Rica: Vor einem Jahrhundert war Costa Rica von mehr als 75 Prozent mit Wald bedeckt. In den Achtzigern reduzierte unkontrollierte Abholzung diesen Wald auf 25 Prozent. Die Regierung handelte und bot Grundbesitzer*innen Zuschüsse an, um einheimische Bäume zu pflanzen. Der Wald ist in 25 Jahren zurückgekehrt und bedeckt wieder die Hälfte von Costa Rica.

Global gesehen würden die Wälder zwei Drittel unserer heutigen Kohlenstoffemissionen absorbieren.

Natur wird fortbestehen – mit oder ohne uns

Das Geheimnis ist: Wir profitieren von unserer Umwelt nur dann, wenn unsere Umwelt von uns profitiert. Wenn wir aufhören, uns auf einer höheren Ebene zu sehen und ökonomisches Wachstum als das Maß aller Dinge zu betrachten, könnten wir uns – mit einer gehörigen Portion Weisheit – an die Arbeit machen.

When you think about it, we're completing a journey. Ten thousand years ago as hunter-gatherers, we lived a sustainable life because that was the only option. All these years later, it's once again the only option. We need to rediscover how to be sustainable. To move from being apart from nature to becoming a part of nature once again. This is not about saving our planet, it's about saving ourselves.

~ David Attenborough
21.März.2021 — Florian Schulze